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Naum Slutzky



Haym Naum Slutzky
Künstler, Goldschmied, Beleuchtungsarchitekt, Hochschullehrer
* 28. 2. 1894 Kiew † 4. 11. 1965 in Stevenage, England

1912 Goldschmied in der „Wiener Werkstätte“.
1914 studierte er an der Technischen Hochschule in Wien.
Von 1917 bis 1919 nahm er Kunstunterricht an der privaten Kunstschule von Johannes Itten in Wien.
1.12.1919 Slutzky begann als „Hilfsmeister der Metallabteilung“ am Bauhaus in Weimar zu arbeiten.
1921 - 1.1. 1924 Jungmeister der Metallwerkstatt am Bauhaus (WS 1919/20 bis WS 1920/21 und WS 1921/22 bis WS 1923/24) mit eigener Werkstätte nach seiner Gesellenprüfung.
18.4.1922 Meisterprüfung zum Goldschmiedemeister an der Handwerkskammer Weimar.
1923 Heirat mit der Kunstgewerblerin und Inneneinrichterin Hedwig Arnheim die er am Bauhaus kennenlernte.
1.1.1924 verließ er und seine Frau das Bauhaus und schlossen sich den „Werkstätten Bildender Kunst“ von Friedl Dicker und Franz Singer (beide Bauhausstudium von 1919 bis 1923) in Berlin an.
Im Sommer Umzug in das Elternhaus seiner Frau, Isekai 5 in Hamburg, als Metallgestalter tätig.
1925 Herstellung von Metallstempeln für den Textildruck zusammen mit Friedrich Adler.
1926 Entwurf und Herstellung von Beleuchtungskörpern für die Kulturwissenschaftliche Bibliothek Warburg in Hamburg.
1.10.1927 Beantragte Slutzky einen Gerwerbeschein: „Architekt unter Ausschluß von Bauarbeiten und Kaufmann im Goldschmiedefach“ unter der neuen Adresse Eppendorfer Landstr. 1 IV.
Abbildung einer Pendelleuchte in der Publikation „Hamburgische Werkkunst der Gegenwart“ des Hamburgischen Kunstgewerbevereins.
Ende 1927 befasste sich Slutzky mit Beleuchtungen im Hamburger Rathaus.

1928 Zusammenarbeit mit dem Architekten Karl Schneider.
Neue Adresse in der Spaldingstr. 160.

1929 Konkursanmeldung, der Ausbau der Bugenhagenkirche (Architekt Emil Heynen) mit Beleuchtung hatte Slutzky scheinbar finanziell überfordert.
In einem Katalog von Chr. Zimmermann GmbH, Frankfurt wurden Leuchten von Slutzky angeboten.
Im 2. Halbjahr arbeitet Slutzky in Festanstellung für die „Interessengemeinschaft Cabell & Severin“, die noch im selben Jahr in Konkurs ging.

1930 wurde die kinderlose Ehe mit Hedwig Arnheim aufgelöst.
Teilnahme an der Deutschen Werkbundausstellung in Paris mit Leuchten und anderen Entwürfen.

1933 emigrierte Slutzky nach London.
Sommer 1935 bis 1940 unterrichtete er an der Dartington Hall School in Totnes, (Devon).
1940 - 1941 Internierung auf der Isle of Man.

1946 - 1947 Lehrer für Metallverarbeitung Burgess Hill School in Hampstead.
WS 1948/49 Lehrer für Jewellery und Product Design der Central School in Saouthampton Row.

1.9.1950 - 30.9.1957 war Slutzky Lehrer an der Royal College of Art in London,
Anfang der 1950er Jahre für „Best & Lloyd“ mit der neuen Version von Terrys Angelpoise-Leuchte beschäftigt. Jedoch ohne Erfolg. Die Leuchte soll später von der Firma SIMPLEX auf den Markt gebracht worden sein.

1957 bis 1964 leitete er die Abteilung für Industriedesign im College of Arts and Crafts, Birmingham.
1965 erhielt er einen Lehrauftrag am Ravensbourne College of Art.

4. 11.1965 in Stevenage/Hertfordshire verstorben.

Beleuchtungseinrichtungen für:
- Bugenhagenkirche, Hamburg
- Kulturwissenschaftliche Bibliothek Warburg in Hamburg.
- Hamburger Rathaus.
- Aula des Museums für Kunst und Gewerbe, Hamburg
- Emelka-Filmpalastes mit innovativer, inndirekter Lichttechnik, Hamburg
- 1931 Neuer Israelitischer Tempel, Hamburg, in der Oberstraße, Architekt Robert Friedmann.

Zusammenarbeit mit Firmen:
- Chr. Zimmermann GmbH, Frankfurt. Beleuchtungskörper Typen „Das Neue Frankfurt“.
- Best & Lloyd, Birmingham.

Leuchtenabbildungen in:
- Hamburg und seine Bauten 1918 - 1929. Hrsg. Architekten- und Ingenieurverein zu Hamburg. Hamburg 1929.
- Naum Slutzky 1894 - 1965. Ein Bauhauskünstler in Hamburg. Ausstellungskatalog Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg 1995.
- Rudolph, Monika, Naum Slutzky Meister am Bauhaus, Stuttgart 1990.
- Koch/Pook Karl Schneider, 1992
- Bayer, Herbert und Ise, Gropius Walter, Bauhaus 1919 - 1928, New York 1938.
- de Fries, Heinrich, Karl Schneider Bauten. Neue Werkkunst, Berlin, 1929
- Gedenkblatt des Hamburger Familienblatts, 30.8.1931,
- Italiener, Bruno (Hrsg.) Festschrift zum 120 jährigen Bestehen des Israelischen Tempels in Hamburg. 1937.


Leuchten-Entwürfe für:

Chr. Zimmermann GmbH, Anzeige mit Leuchtenentwurf von Naum Slutzky
Chr. Zimmermann GmbH, Anzeige mit Leuchtenentwurf von Naum Slutzky (rechts unten).




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14.3.2025